Nicht nur du, sondern auch deine Familie ist einer interkulturellen Erfahrung ausgesetzt - nämlich dann, wenn dein Austauschpartner zu Gast ist. Daher wird auch deine Familie auf diese Situation mit einer speziellen Veranstaltung vorbereitet.
Nein, weder im Inland noch im Ausland zahlt AFS den Gastfamilien Geld für die Aufnahme eines Schülers. Es ist Teil des AFS-Gedankens, dass sich die Gastfamilien ehrenamtlich engagieren.
Je nach Länderprogramm werden unterschiedliche Kosten erstattet. Informationen hierzu könnt ihr in den jeweiligen Länderinfos nachlesen.
Ja, der Gastschüler darf keine Drogen zu sich nehmen, keine motorisierten Fahrzeuge steuern und nur unter bestimmten Voraussetzungen reisen. Zuwiderhandlungen können bis zum Programmausschluss führen. Detaillierte Informationen erhaltet ihr von uns im Vorfeld schriftlich und auf der Gastfamilien-Vorbereitung.
Ja, auch für den Gastschüler gilt Schulpflicht.
Sicher gibt es verschiedene Gründe, warum sich euer Gastschüler in der Schule nicht einbringt – manchmal ist es auch nur Schüchternheit. In jedem Fall sendet AFS den Schulen, die Austauschschüler aufnehmen, eine CD mit Lernmaterialien zu, mit denen sich der Schüler still beschäftigen und seine Deutschkenntnisse verbessern kann. Sprecht ggf. euren Lehrer, der sich als Tutor für den Gastschüler zur Verfügung gestellt hat, darauf an. Auch Online-Deutschkurse können eine Hilfe sein.
Es bietet sich an, gleich am Anfang klare Regeln aufzustellen, was die Internetnutzung angeht. Ziel aller AFS-Programme ist es, sich in eine fremde Umgebung zu integrieren und eine interkulturelle Erfahrung zu machen. Dies wird schwieriger, wenn zu viel Kontakt in die Heimat besteht (das gilt umgekehrt auch für Deutsche im Ausland). Daher sollte man z. B. Zeitlimits etablieren oder die Internet-Nutzung auf bestimmte Tage beschränken.
Bei den meisten Problemen bestünde der erste Schritt darin, zunächst das Gespräch mit deinem Austauschpartner zu suchen. Das sollte in einer offenen, freundschaftlichen Atmosphäre stattfinden. Sollten die Schwierigkeiten fortbestehen, könnt ihr euch an euren Ansprechpartner im lokalen AFS-Komitee wenden. Bitte wartet damit nicht so lange, bis die Fronten verhärtet sind! Eine rechtzeitige Intervention kann Abhilfe schaffen; ist es aber erst einmal zu spät, wird es immer schwieriger, die Situation zu entspannen. Der AFS-Ehrenamtliche wird versuchen, mit allen Seiten Gespräche zu führen und eine Lösung zu finden. Ggf. kann ein „Verhaltenskodex“ vereinbart werden. Sollten alle diese Ansätze nicht zum Ziel führen, muss gemeinsam mit AFS über weitere Maßnahmen nachgedacht werden. Diese sind jeweils vom Einzelfall abhängig.